Die Jesuiten und der Blick nach Paraguay

 


Nach 7 Stunden Busfahrt für 300 km  von Iguazù nach San Ignacio sind wir auf der Suche nach unserem Hotel.


Es ist eine kleine Posada mit dem Namen Madre America 



Wir sind inzwischen am Land, in einem Dorf angekommen.
Dort läuft Manches anders. Straßenkehrerinnen fegen das letzte Laub weg.



Am Bankomat stehen die Leute Schlange, da dieser nicht so viele Scheine ausspucken kann.



Doch unser Dorf hat etwas Besonderes: Ruinen einer ehemaligen Missionssiedlung



Die Jesuiten gründeten in diesem Grenzgebiet von 1696 bis 1767 
30 Missionsdörfer mit den Guaranies. 



Die spanischen Könige fürchteten jedoch, dass hier ein Gottesstaat entstehen könnte, vertrieben die Padres und ermöglichten dadurch Plünderungen und Versklavung der Guaranies, die nun schutzlos waren.



Die Dörfer verfielen, doch in den 40-er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden sie freigelegt. So kamen viele Details zum Vorschein. Dieser Baustil als Guarani-Barock bezeichnet enthält sowohl europäische Elemente als auch indigene.



So wie dieser Engel hier.

 

Die Wohnanlagen der Guaranies wurden rekonstruiert.



Mit einem Modell wird hier die Kirche anschaulich dargestellt.



Wir streifen bei unter gehender Sonne durch diese interessanten Ruinen, die heute zum Weltkulturerbe zählen.



Zurück zu unserem heutigen Dorf: Abends übt eine Trommlergruppe vor ihrem Problokal.



Tags darauf nehmen wir einen breiten und langen Weg auf uns um zum Naturreservat Osununù zu gelangen.



Alejandro betreut dieses Reservat und erzählt uns über die besonderen, teils endemischen Pflanzen u d Tieren.



Von mehreren Aussichtspunkten blicken wir über den breiten Paranà hinüber nach Paraguay.



Vor 200 Mil. Jahren waren hier Sanddünen, daraus bildeten sich  farbenprächtige Sandsteinfelsen, die von Fledermäusen, Vögeln und Geiern bewohnt werden.



Schmale Wegerl verbinden die Aussichtspunkte.



Hier klettert eine Vanillepflanze einen Stamm hoch.



3 Geierarten nutzen den Aufwind an den Felsen.



Wir sind die einzigen Besucher hier. So ist der Selbstauslöser unserer Kamera sehr hilfreich.









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