Mendoza, Aconcagua und der Rio Atuel
In Mendoza, unserem nächsten Aufenthalt in einer Großstadt, gibt es fast keine alten Gebäude, da ein verheerendes Erdbeben !861 große Teile der Stadt zerstörte. Als Denkmal aus der Kolonialzeit ließ man die Ruine des Franziskanerklosters stehen.
So wurde die Stadt neu geplant, mit schattenspendenden Alleen in allen Straßen und zahlreichen Parks.
Daher können wir uns hier das Anschauen von Kirchen und Rathaus ersparen. Stattdessen sitzen wir gemütlich in der Fußgängerzone.
Doch die Stadt lebt. Abends treffen sich Jugendliche auf der Plaza Independencia.
Ebenso bestaunen dort hunderte Menschen das musikalische Wasser- Licht- Spektakel .
Fontänen spritzen in verschiedenen Farben in den Nachthimmel.
Sogar 5 Radfahrer auf einmal! Das haben wir noch in keiner argentischen Stadt erlebt.
Der Parque General San Martin ist mit 500 ha riesig und toller Erholungsraum, der bis ins Zentrum reicht.
Von Mendoza aus unternehmen wir zwei geführte Tagestouren. Diese sind informativ und unterhaltsam zugleich. Diese Teilnehmer kommen aus Costa Rica, Brasilien, Chile, Argentinien und Österreich.
Die erste Tour, genannt Alta Montaña, führt uns über den Hauptkamm der Anden bis an die chilenische Grenze.
Besonderheiten liegen da am Weg. Über diese Steinbrücke soll bereits General San Martin geritten sein, um nach Chile auch Argentinien von der spanischen Kolonialherrschaft zu befreien.
Noch um einiges älter ist die Puente del Inka, eine natürliche Felsbrücke, die über und über mit Sinter bedeckt ist.
Bis in die 90-er Jahre konnten die Anden mit dem Zug in 13-stündiger Fahrt überquert werden. Doch war die Strecke durch Erdrutsche und Lawinen oft unpassierbar. Heute verbindet eine moderne Asphaltstrasse Mendoza mit Santiago de Chile.
Noch höher führt diese Erdstrasse, auf der sich auch unser Tourbus hinaufwindet.
Direkt an der Grenze steht eine riesige Christusstatue "Cristo Redentor"
Immer höher, immer höher! Doch da reicht für uns die Luft, die Zeit, die Kondition und das Geld nicht. Wir betrachten ihn daher von der Straße aus, den 6962 m hohen Aconcagua.
Bei unserer zweiten Tour queren wir über fast 200 km trockenes Land im Süden von Mentoza.
Nur dort, wo bewässert werden kann, ist es fruchtbar: Wein und Oliven, Knoblauch, Tomaten und Basilikum.
Die Flüsse aus den Anden bringen immer weniger Schmelzwasser.
Stauseen und ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem halten die Landwirtschaft am Leben. Zudem dienen die Stauseen der Energiegewinnung.
Fünf Monate im Jahr ist der Stausee und der Rio Atuel aber auch Freizeit- und Erholungsraum.
Wir gleiten mit einem Katamaran über den, von bunten Felswänden eingerahmten Stausee.
Dazu haben sie uns Schwimmwesten verpasst.
Wirklich notwendig sind unsere Schwimmwesten bei einer spannenden Raftingtour am Rio Atuel.
Abendstimmung am Stausee
Zum Abschluss unseres Aufenthaltes in Mendoza wünschen wir euch allen ein gesundes und friedliches Neues Jahr 2026.

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